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21.6.2017

Im Rahmen der Dorferneuerung Laudenbach haben die Mitglieder der Arbeitskreise ihre Bewertungen abgegeben. Das Projekt „Sanierung der ehemaligen Synagoge“ wurde dabei mit 27 Punkten als zweitwichtigstes Projekt für die Dorferneuerung gewertet.

10.5.2016

Wandmalereien an der südöstlichen Wand werden freigelegt und lassen zumindest einen Schimmer der ursprünglichen farblichen Ausgestaltung der Synagoge erahnen.

Farbmuster an der südöstlichen Wand

Farbmuster an der südöstlichen Wand

 

Farbmuster links neben dem Thoraschrein

Farbmuster links neben dem Thoraschrein

 

10.5.2016
Im Rahmen der Befunduntersuchung wurden Hinweise auf zwei weitere Zugangstüren zur Synagoge entdeckt. Die Spuren finden sich an der westlichen Längsseite zur Mühlbacher Straße. Möglicherweise handelt es sich bei der einen Tür um den separaten Eingang zur Frauenempore, der später im Rahmen von Umbaumaßnahmen wieder verschlossen wurde. Nach der heutigen baulichen Situation benutzten Frauen und Männer den gleichen Haupteingang, bevor sich im Inneren der Synagoge ihre Wege trennten. Der Zweck der vierten Tür ist unbekannt. Möglicherweise handelt es sich um Reste des primären Baubestandes.

 

15.3.2016
Der Schuppen an der Seite zur Mühlbacher Straße wird abgebrochen. Erstmals gelangt von der nordwestlichen Seite her wieder Licht in die Synagoge. An den Längsseiten der Synagoge werden zwei Gerüste aufgestellt.

Zusammen mit der Genisastelle Jüdisches Kulturmuseum Veitshöchheim wird ein Feld im Dach der Synagoge abgedeckt um nach Genisastücken zu suchen. Im Traufbereich des Daches wurden einzelne Fragmente von Gebetbüchern und Gebetsriemen gefunden. Weitere Felder wurden nicht geöffnet, weil sich die Prozedur als zu umständlich herausgestellt hat. Es besteht die Hoffnung, dass sich in den anderen Dachfeldern weitere Genisastücke finden lassen. Bis dahin wird man jedoch warten müssen, bis das Dach im Rahmen einer Sanierung komplett geöffnet wird.

Genisafund aus einem Dachfeld der Synagoge. Foto: Beate Weinhold, Genisaprojekt Veitshöchheim

Genisafund aus einem Dachfeld der Synagoge.
Foto: Beate Weinhold, Genisaprojekt Veitshöchheim

Der Abschluss der Befunduntersuchung an der Synagoge ist voraussichtlich im Frühsommer.

 

14.12.2015
Der Karlstadter Energieversorger „Die Energie“ verlegt kostenlos einen Stromanschluss in die Synagoge. Ganz herzlichen Dank an „Die Energie“ und Andreas Kübert.

 

17.10.2015
An der Außenmauer der Synagoge werden zwei Informationstafeln über die Geschichte der Synagoge und die Stätten der jüdischen Gemeinde Laudenbach angebracht.

Der Vorstand des Förderkreises freut sich über die Informationstafeln (v.l.n.r.): Monika Tröster, Georg Schirmer, Peter Kretzinger, Karl-Heinz-Stumpf

Der Vorstand des Förderkreises freut sich über die Informationstafeln (v.l.n.r.): Monika Tröster, Georg Schirmer, Peter Kretzinger, Karl-Heinz-Stumpf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oktober 2015 Befunduntersuchung der Synagoge

Die Voruntersuchungen in der Synagoge durch das Architekturbüro Gruber und Hettiger werden demnächst anlaufen. Dabei soll ein verformungsgerechtes Aufmaß des Gebäudes erstellt, eine Altersbestimmung des verbauten Holzes (dendrochronologische Untersuchung) vorgenommen und Besonderheiten dokumentiert werden, zum Beispiel mögliche im Dachboden abgelegte rituelle Schriften oder Gegenstände (Genisa).

 

Dorferneuerung in Laudenbach angelaufen

Mit einem Seminar in Kloster Langheim im September und einer kürzlich durchgeführten Bürgerversammlung ist die Dorferneuerung in Laudenbach und Mühlbach angelaufen. Wir hoffen, dass die Sanierung der Synagoge ein Projekt im Rahmen der Dorferneuerung werden wird. Die Bildung entsprechender Arbeitskreise hat begonnen.

 

Umfangreiche Dokumentation über die Synagoge Laudenbach

Der dritte Band der Reihe „Mehr als Steine“ über die unterfränkischen Synagogen ist erschienen. In einem umfangreichen und überaus detaillierten Artikel beschreibt Hans Schlumberger Erbauung und Werdegang der Synagoge und die Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Laudenbach. (Kraus, Dittscheid, Schneider-Ludorff (Hrsg.): Mehr als Steine. Synagogen-Gedenkband Bayern Band III/1 Unterfranken Seite 234-256.)

Synagoge Laudenbach im Oktober 2015

Synagoge Laudenbach im Oktober 2015

 

Jüdische Siedlung in Laudenbach weitaus älter als bisher angenommen

Der Beginn der jüdischen Ansiedlung in Laudenbach wurde bisher mit der Vertreibung der Juden aus dem Hochstift Würzburg in Verbindung gebracht und auf das frühe 17. Jahrhundert gelegt. Aus dem Jahr 1623 stammten auch die ersten uns bekannten schriftlichen Hinweise (acht Familien mit ca. 40 Personen). Wie uns Dr. Robert Meier vom Staatsarchiv Wertheim kürzlich mitteilte, gibt es jedoch weitaus frühere Belege von Wertheimer und Rienecker Schutzjuden in Laudenbach. Der Beginn jüdischer Siedlungstätigkeit muss demnach um mehr als 100 Jahre vorverlegt werden. Bereits aus der Zeit der Reformation und der Bauernkriege gibt es schriftliche Belege von Juden in Laudenbach. Die früheste Urkunde stammt aus dem Jahr 1486 und beinhaltet eine Weisung des Wertheimer Grafen Johann aus Bamberg an Werner Schad zur Erhebung der Judenzinse in Wertheim, Freudenberg und Laudenbach. Eine weitere Urkunde von 1516 belegt ein Verbot des Zugangs im Hochstift Würzburg für die Laudenbacher Juden. Weitere Unterlagen stammen aus den Jahren 1524, 1526, 1542 und 1579.Wir danken Dr. Robert Meier ganz herzlich für seine Informationen.